Die Rolle der Erzieherin 

ErzieherInnen müssen sich hohen professionellen Anforderungen in der Begleitung und Förderung von kindlichen Bildungsprozessen stellen. Eine fachlich geschulte, sensible Wahrnehmungsfähigkeit vor dem Hintergrund von zeitgemäßem Fachwissen, eine zuverlässige und interessierte Beziehung zum Kind, sowie die kontinuierliche Überprüfung des eigenen pädagogischen Handelns bieten dem Kind einen geeigneten Rahmen um sich selbstbildend entfalten zu können.

Grundorientierungen zur Unterstützung kindlicher Bildungsprozesse sind: 

  • Wahrnehmung des Kindes als eigenes Individuum mit seiner subjektiven Anschauung der Welt                                                                                                                 
  • Orientierung an der Lebens – und Beziehungswelt der Kinder                                     
  • Die Bereitschaft sprachlich und nichtsprachliche Verständigung mit dem Kind und er daraus resultierenden Vorbereitung der Umgebung für die Kinder                                 
  • Berücksichtigung der Möglichkeiten der kindlichen Selbstregulierung                              
  • Partizipation und Partnerschaftlichkeit                                                                              
  • Positiver Umgang mit individueller, geschlechtlicher, sozialer und kultureller Unterschiedlichkeit
  • Wahrnehmung und Berücksichtigung des regionalen Bedarfs

Auch die Haltung der Erzieherin trägt zu einer gelungenen Bildungsarbeit bei. Sich selbst als Lernende zu begreifen: zum einen von den Kindern lernend und zum anderen aus fachlicher Sicht Information der eigenen Person durch Fortbildungen, Literatur und der Reflektion des eigenen pädagogischen Handelns. Dazu gehört auch, das Kind als selbständiges und selbsttätiges Wesen zu erkennen und zu akzeptieren. Die Erzieherin gilt als Begleiterin und Impulsgeberin, wenn Kinder auf ihrem Weg stecken bleiben. Dabei nimmt sie die Interessen der Kinder ernst und fordert sie gleichzeitig heraus den kindlichen Horizont zu erweitern. ErzieherInnen benötigen ein theoretisches, erziehungswissenschaftliches und erziehungspraktisches Wissen um den Erziehungs – und Bildungsalltag angemessen gestalten zu können.

Strukturelle Rahmenbedingungen

  • Dienstbesprechungen, die wöchentlich wechselnd auf Team – und Gruppenebene stattfinden. Hier wird die tägliche pädagogische Arbeit reflektiert, geplant und vorbereitet, sowie dokumentiert und fachlicher Austausch gepflegt.                   
  • Fort – und Weiterbildung im Rahmen des uns zur Verfügung stehenden Etats, sowie Teilnahme an Fachtagen, Arbeitskreisen und anderen kostenfreien Fort – und Weiterbildungsangeboten 
  • Der Transport des pädagogischen Ansatzes unseres Kindergartens an Kinder, Eltern, Träger und die weitere Öffentlichkeit.

In der heutigen Zeit leben Kinder in einer Gesellschaft, in der es häufig wechselnde Lebensbedingungen gibt, welche die Kinder nachhaltig beeinflussen. Die Eingrenzung oder sogar Aufgabe von Spiel- und Erfahrungsräumen verändern die Erfahrungswelt der Kinder mit ihren Möglichkeiten fast täglich.                                                                                                          Dabei umfasst die Lebenswelt der Kinder heute: verstärkter Fernseh – und Computerkonsum, einen Terminplan für Kinder, wechselnde schnelle Angebote.                                                       Mit unserer „lebensbezogenen Arbeit“ verstehen wir uns als wichtigen Baustein im sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungsbereich der Kinder.                                                                 Unsere Räume bieten Lebens – und Erfahrungsfelder für Kinder im Alter von 2 Jahren bis zum Schuleintritt. Die Biografie eines jeden Kindes spielt für unsere Arbeit eine wichtige Rolle.          Die Kinder kommen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten, aus bildungsnahen und bildungsferneren Familien, aus geschwisterreichen Familien oder als Einzelkinder, mit alleinerziehendem Elternteil, mit Begabungen, mit Entwicklungsverzögerungen zu uns in den Kindergarten. Zur Lebensbewältigung benötigt jeder Mensch Fähigkeiten, die er sich im Laufe seines Lebens aneignet. Vor allem in der Kindheit werden die wichtigsten Voraussetzungen zum Erwerb von neuronalen Vernetzungen im Gehirn und den daraus resultierenden intelligenten Fähigkeiten geschaffen.                                                                                                           Unsere Pädagogik orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder, die wir in Beobachtungen immer wieder überprüfen und den Spiel – und Lernbedürfnissen der Kinder anpassen.                Dabei versuchen wir den Kindern eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich wohlfühlen und die ihren Bedürfnissen gerecht wird.                                                                                                   Das freie Spiel und die Angebote dienen uns als Beobachtungsgrundlage um den Entwicklungstand eines jeden Kindes genau zu erkennen. Dabei nehmen wir die jeweiligen Entwicklungsphasen und – stufen des Kindes ernst und begleiten sie darin.                            Jedes von uns akzeptierte Kind kann das Gefühl entwickeln, so wie es ist, gut zu sein.          Durch die Erinnerung an die eigene Kindheit und den täglich gemachten Erfahrungen mit den Kindern haben wir ein Verständnis von Erziehung entwickelt, das auf folgendem Menschenbild basiert:

  • Das Kind ist kein beliebig formbares Erziehungsobjekt. Seine Entwicklung ist in ihm selbst angelegt, es will mit seiner Umwelt in Beziehung treten und sich weiterbilden.                                 
  • Entwicklung ist keine Zielvorstellung, sondern eine Möglichkeit das Leben zu bewältigen. Für die Bedingungen sind die Erzieherinnen verantwortlich.                                                                        
  • Ein Kind erweitert seine Fähigkeiten mit den Möglichkeiten der Wahrnehmung und Bewegung, der Kommunikation und des Denkens um selbständig und unabhängig zu werden.                        
  • Die Individualität des Kindes benötigt eine anregende Umgebung um sich selbsttätig zu entfalten.                                                                                                                                             Ein Kind bestimmt seine Entwicklung mit eigenen Entscheidungen und selbstbestimmten Aktivitäten durch Willen und Kraft.                                                                                                    
  • Die Erzieherinnen sollen das Kind nicht mit den eigenen Vorstellungen erdrücken. Das Kind soll die Möglichkeit haben „nein“ zu sagen und von uns dabei akzeptiert zu sein.                                  
  • Ein Kind bestimmt seine sozialen Beziehungen selbst.                                                                  
  • Die Erziehrinnen sorgen für eine gute Beziehung zwischen Kind und Kind und klammern sich nicht an den Kindern fest. Somit fühlt sich das Kind frei und nicht der Erzieherin ausgeliefert.

Unser pädagogischer Ansatz begründet sich neben dem KiBiz (Kinderbildungsgesetz, in Kraft seit dem 01.08.2008) und der Bildungsvereinbarung des Landes NRW, auf den Lebensbezogenen Ansatz nach Norbert Huppertz. Der lebensbezogene Ansatz nimmt den Bildungs – und Erziehungsauftrag, den wir alle haben, ernst. Er enthält ein ganzheitliches, werteorientiertes, kindorientiertes Bildungskonzept. Die Kindheit ist kein Stadium, das rasch durchlaufen werden muss, vielmehr ist es für das Kind wichtig, einen Schritt nach dem anderen zu tun, wie es für jedes Individuum notwendig ist. Kinder sind sozialbedürftiges Wesen, die aber auch sozialisationsfähig ist. Alle Kinder benötigen orientierende Führung, müssen aber auch etwas bewegen können. Nur so erfassen sie Zusammenhänge. Also hat ein jedes Kind Recht auf das, was es braucht. Kopf, Herz und Hand stehen immer im Vordergrund; sind immer miteinander verknüpft.

Folgende zentrale pädagogische Grundsätze umfassen den lebensbezogenen Ansatz:

1. Leben als Wert Es geht nicht allein um das gelingende Leben des uns anvertrauten einzelnen Kindes, sondern um das Leben aller und um das Leben von allem.                                                2. Er-leben Zentrale Methode des Ansatzes: Originarität statt medialer Vermittlung! Wobei der Einsatz von Medien nicht grundsätzlich abzulehnen ist.                                                                  3. Gemeinsam leben Der Kindergarten ist keine sterile Anstalt, sondern ein Haus voller Leben.  Es geht um das für alle erfreuliche, natürliche und kultivierte, gemeinschaftliche, sinnvolle Leben.                                                                                                                                               4. Schule als Leben Der Kindergarten ist die direkt vor der Schule liegende Bildungseinrichtung und nimmt eine schulfreundliche Position ein.                                                                                                                                                    5. Leben mit Behinderung Es wird davon ausgegangen, dass alles Leben irgendwie auch mit Einschränkungen verbunden und oft schwierig ist, genau zu definieren was Einschränkungen, Behinderungen, Normalität oder Defizit ist. Im lebensbezogenen Ansatz werden Kinder mit Behinderungen, wo immer es geht und für ihr gelingendes Leben sinnvoll ist, in Regeleinrichtungen integriert.                                                                                                           6. Leben der Gesellschaft Ein lebensbezogener Ansatz muss selbstverständlich das reale gesellschaftliche Leben mit ihm Blick haben und berücksichtigen, dass auch in einer eigentlich werte-orientierte Pädagogik, durch gesellschaftliche Entwicklungen, Veränderungen möglich sind. 7. Vergangenes Leben Geschichte und Traditionen werden als Bildungsaufgabe und als Recht und Anspruch unserer Kinder verstanden.                                                                                        8. Überleben Das Überleben der Menschheit ist durch viele Einflüsse gefährdet. Friede, Nachhaltigkeit, Eine-Welt und Natur sind deshalb große Themen im lebensbezogenen Ansatz.   9. Weiterleben Fragen des Weiterlebens nach dem Tod, können je nach Glaubenspositionen mit bedacht werden.                                                                                                                             10. Realitätsnähe Die hier vertretende Werte-und Bildungsposition wird von den allermeisten in der Praxis Tätigen vertreten. Daher befindet sich diese Pädagogik nahe an der Wirklichkeit der ErzieherInnen.

Unsere gesetzliche Aufgabe ist es, das Kinder unterschiedliche soziale Verhaltensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben und erfahren können. Dazu soll jedes Kind die Möglichkeit haben, seine eigene Rolle in der Gruppe zu finden und zu erproben. Dies geschieht in einem wertschätzenden, partnerschaftlichen, gewaltfreien und gleichberechtigtem Miteinander. Uns ist es ein wichtiges Anliegen, das Kinder mit Behinderungen oder von Behinderung bedroht integrativ ihren Platz bei uns finden. Das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen soll eine positive Wechselwirkung ausüben. Die Entwicklungsmöglichkeiten für alle Kinder im Spielen und Lernen miteinander erwirkt Rücksichtnahme und Hilfeleistung gleichermaßen. Toleranz und Verständnis gegenüber anderen Kulturen und Weltanschauungen sollen durch das Miteinander gefördert werden. Auch durch das Zusammenleben und Arbeiten der Mitarbeiterinnen ergeben sich weitere Ziele in unserer Arbeit. So bringt jede Mitarbeiterin durch ihre Lebenserfahrungen und ihren persönlichen Erziehungsstil unterschiedliche Werte Bedürfnisse, Erwartungen, Wünsche mit. Jede hat ein anderes Menschenbild und erlebt Rahmenbedingungen anders.

Um eine gute Kindergartenarbeit gewährleisten zu können, müssen die Kinder regelmäßig zu uns in die Einrichtung kommen. Die Eltern müssen uns dazu ihr Vertrauen schenken. Vertrauen entwickeln in unsere Kompetenz und unsere Arbeit. Dies geschieht im Vorfeld durch das Anmeldegespräch und später bei den Schnuppernachmittagen. Durch eine offene, wertschätzende Haltung zu Eltern und Kindern, kann sich so später ein offener Austausch über das Kind entwickeln und die Eltern können die Erzieherinnen als Erziehungspartner akzeptieren. So bekommen wir eine einen guten Einblick in die Lebenssituation der Kinder und können Eltern in ihrer Erziehungsarbeit unterstützen. Wir wünschen uns eine aktive, lebendige Zusammenarbeit mit Eltern. Dazu versuchen wir unsere Arbeit durch Gespräche, Aushänge, Kurzmitteilungen, Hospitationen und durch Veranstaltungen in unserem Kindergarten transparent zu machen. Durch die Beobachtung des Kindes kommen wir mit Eltern über Bedürfnisse, Interesse und Themen der Kinder ins Gespräch. Litertaturquelle: Norbert Huppertz – Der Lebensbezogene Ansatz im Kindergarten, Herder Verlag Freiburg 2003

Zusammenarbeit mit Eltern
Unser Anliegen ist es, dass sich Eltern in unserer Einrichtung wohlfühlen. Wir sehen die Zusammenarbeit mit den Eltern als sehr wichtig an. Uns sind Familien aller Konfessionen, ohne Konfession und anderer Religionen herzlich willkommen. Unser Ziel ist es, mit den Eltern eine vertrauliche Basis zu schaffen, in der Eltern offen, ohne Ängste mit uns, sprechen und diskutieren können. Die Erwartungen und Bedürfnisse der Eltern sind uns wichtig und werden im Rahmen unseres päd. Konzeptes berücksichtigt. Wir führen in regelmäßigen Abständen Elternbefragungen (z.B.: Öffnungszeiten, Leitungsqualität, Päd. Themen) durch. Jede Familie hat in unserem Kindergarten einen persönlich beschrifteten Briefkasten im Garderobenbereich, welcher zur Weitergabe von Terminen, Elternbriefen usw. dient. Den Eltern wird mitgeteilt, dass die Einrichtung für keinerlei mitgebrachte Gegenstände jedweder Art Haftung übernimmt. Im Eingangsbereich hängt gut sichtbar eine große Pinwand, welche dazu dient Informationen schnell, direkt und umfassend bekannt zu geben. Ebenso befindet sich im Eingangsbereich eine Pinwand, welche für Informationen von Eltern zu Eltern genutzt wird. Die Elternarbeit verläuft in verschiedenen Phasen, welche aufeinander aufbauen.

Integration neuer Eltern und Kinder

Anmeldegespräch                                                                                                                        Bei der Anmeldung zu vorher mit den Eltern abgesprochenen Zeiten (während des gesamten Jahres) entsteht meist der erste und oft wichtigste Eindruck und Kontakt zu Eltern und Kindern. Den Eltern und Kindern wird die Einrichtung mit den Räumlichkeiten gezeigt, der pädagogische Ansatz erläutert und natürlich auch das Personal vorgestellt.                                                    Aufnahme                                                                                                                                      Die Eltern werden über das Verfahren für die Vergabe des Kindergartenplatzes in unserer Einrichtung informiert. Der Rat der Tageseinrichtung entscheidet über die Aufnahme der Kinder. Die Familien werden auf dem Postweg benachrichtigt. Wenn die Eltern den Aufnahmevertrag in der Einrichtung an einem Informationsnachmittag unterschreiben, werden sie zu Schnuppernachmittagen für Kind und Eltern eingeladen.                                           Schnuppernachmittage                                                                                                                An diesen Nachmittagen können die neuen Kinder und Eltern in der Zeit von 15.00 – 16.30 Uhr unsere Einrichtung besuchen. Sie lernen die Mitarbeiterinnen und die anderen Kinder kennen, sowie auch die Räumlichkeiten und einen Teil des Tagesablaufes. Diese Nachmittage finden im Monat vor den Sommerferien statt. Für die neuen Eltern besteht die Möglichkeit untereinander und mit den Mitarbeiterinnen Informationen auszutauschen. Bei diesem Besuch überreichen wir den Eltern unser Informationsheft von A – Z, in dem alle wichtigen Informationen rund um unsere Einrichtung alphabetisch aufgelistet sind. Die wichtigsten Passagen besprechen wir mit den Eltern gemeinsam und geben außerdem einen Informationszettel zum Infektionsschutzgesetz weiter. Des Weiteren besprechen wir die Bildungsvereinbarung des Landes NRW und die damit verbundenen Beobachtungs – und Entwicklungsaufzeichnungen für jedes Kind, sowie die dazu benötigten Einverständniserklärungen.                                                                        Elternnachmittag                                                                                                                      Gleich zu Beginn des neuen Kindergartenjahres findet ein Elternnachmittag in der Zeit von 15.00 – 16.30 Uhr Uhr für die neuen und „alten“ Eltern statt. So lernen sich die Eltern näher kennen und können sich austauschen. An diesem Nachmittag stellen wir die pädagogischen Ziele unserer Arbeit für das laufende Kindergartenjahr vor und beantworten Fragen der Eltern. Ebenso ist dort auch Platz für die Eltern Wünsche und Kritik zu äußern, die in der weiteren Jahresplanung berücksichtigt werden. Außerdem bietet dieser Nachmittag für die Eltern die Möglichkeit, sich als Kandidat für die Elternbeiratswahl aufstellen zu lassen. (siehe Elternbeirat)                                  Tür und Angelgespräche                                                                                                          Diese kurzen Gespräche dienen dazu, Informationen auszutauschen und im ständigen Kontakt mit den Eltern zu bleiben. Öfters lassen sich anhand dieser Gespräche eventuelle Probleme und Missverständnisse aufspüren und diese in vereinbarten Elterngesprächen klären. Elterngespräche                                                                                                                           Ein bis zweimal jährlich laden wir unsere Eltern zu Entwicklungsgesprächen bezüglich ihrer Kinder ein. Darüber hinaus haben die Eltern jederzeit die Möglichkeit mit uns Gesprächstermine zu vereinbaren. Auch wir vereinbaren bei Bedarf für das einzelne Kind weitere Gesprächstermine mit den Eltern. Dabei wird jedes Gespräch protokolliert und zu den Unterlagen des Kindes hinzugefügt. Bei Gesprächen jeglicher Art ist uns eine entspannte Atmosphäre und Ungestörtheit wichtig.                                                                                                                       Elternmitwirkung                                                                                                                          Bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung einiger Aktivitäten sind wir auf die Mithilfe der Eltern angewiesen. Bei Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung unterstützen uns die Eltern gern durch Begleitung und Fahrdienste. Ein bis zweimal jährlich findet eine Gartenaktion statt. Es treffen sich Eltern und Kinder an einem Samstag auf unserem Außengelände um verschiedene Arbeiten zu erledigen, welche der Instandsetzung und der Verschönerung des Außengeländes dienen. Gerne sind unsere Eltern auch bereit im Innenbereich Renovierungsarbeiten durchzuführen. Dies geschieht nach Terminabsprache mit den teilnehmenden Eltern.                                                                                                          Elternbeirat                                                                                                                                    Zu Beginn des Kindergartenjahres werden per Briefwahl an einem Tag die neuen Elternvertreter in unserem Kindergarten gewählt. Auf von uns vorbereiteten Stimmzetteln stehen die Kandidaten, welche sich an dem Elternnachmittag bereit erklärt haben im Elternrat mitwirken zu wollen (siehe Elternnachmittag). Diese Stimmzettel werden von den Eltern ausgefüllt und anschließend in eine Wahlurne gesteckt. Am Mittag dieses Tages werden die Stimmen unter Anwesenheit eines Elternratskandidaten ausgezählt. Am nächsten Tag werden die Ergebnisse schriftlich an der Pinwand im Flur für alle Eltern öffentlich bekannt gegeben. Die Namen der Elternvertreter werden das ganze Jahr im Eingangsbereich ausgehängt. Auch in den Gardorbenbereichen der einzelnen Gruppen hängen Namen und Fotos der Elternvertreter ganzjährig aus. Somit ist für alle Eltern sichtbar wer im Elternrat für sie Ansprechpartner ist.                                                                    Rat der Tageseinrichtung                                                                                                           Der Rat der Tageseinrichtung setzt sich aus dem Elternbeirat, 2 Trägervertretern, den Gruppenleitungen und der Leitung zusammen. In dieser Zusammensetzung tagt der Rat der Tageseinrichtung mindestens 3-mal im Jahr. Hier werden die gesamten Belange des Kindergartens besprochen (z.B.: Zukunftsperspektiven, Elternwünsche, Elternkritik, Anliegen des Kindergartens, Anliegen des Trägers, Aufnahmen u.v.m.) Je nach Absprache der Mitglieder tagt der Rat der Tageseinrichtung am Nachmittag oder in den Abendstunden.                  Elternveranstaltungen                                                                                                                 Die Erfahrungen der letzten Jahre hat gezeigt, dass es sinnvoll ist, Elternveranstaltungen am Nachmittag oder am Wochenende stattfinden zu lassen. Die Teilnahme der Eltern ist höher und die Geschwisterkinder können mitgebracht und betreut werden. Verschiedene Themen werden von den Mitarbeiterinnen vorbereitet und den Eltern vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Je nach Themenwunsch der Eltern können auch Referenten eingeladen werden. Beliebte Themen sind: • Freispiel im Kindergarten • Kindern Grenzen setzen • Sauberkeitserziehung • Sprachentwicklung • Schulfähigkeit Zum Thema Schulfähigkeit findet einmal im Jahr in Kooperation mit der Grundschule im Stadtteil ein Elternabend in der Schule statt.                Elternarbeit in Eigenverantwortung                                                                                               3-mal in der Woche findet im Eingangsbereich des Kindergartens ein Elterncafé statt. In der Zeit von 7.30 Uhr – 9.00 Uhr können sich Eltern dort austauschen, klönen, verabreden, aber auch Kritik und Wünsche äußern. Bei Bedarf kann eine Mitarbeiterin hinzu gebeten werden. 1-mal im Monat treffen sich die Eltern zu einem Frühstück in den Räumen der Kirchengemeinde. Dort gibt es in ungezwungener Atmosphäre Zeit zum Austausch. 1-mal im Monat veranstaltet der Elternbeirat mit anderen Eltern der Tageseinrichtung die Aktion „Waffel backen“. Die Eltern können Waffeln vorbestellen und in der Abholzeit dann mit nach Hause nehmen. Der Erlös ist für Ausflüge und besondere Anschaffungen bestimmt.                                              Beschwerdemanagement                                                                                                   Wünsche und Kritik von Eltern sind uns wichtig! Elternbeschwerden enthalten Informationen über die wahrgenommene Betreuungsqualität und sind damit wichtige Daten für das Qualitätsmanagement. Sie erlauben Rückschlüsse auf die Betreuungswünsche und ermöglichen die Entwicklung neuer Angebotsideen und unterstützt den Prozess der Weiterentwicklung. Gutes Beschwerdeverhalten gibt Eltern das Gefühl, dass sie in unserer Einrichtung gut aufgehoben sind.                                                                                                                                                    Ein beschwerdefreundlicher Kindergarten zeichnet sich durch drei Faktoren aus:                          1. Beschwerdefreundliche Haltung der Fachkräfte                                                                           2. Entsprechendes Gesprächsverhalten                                                                                            3. Angemessene Verfahren der Beschwerdebehandlung

Zu 1. Unter einer beschwerdefreundliche Haltung verstehen wir:                                           Kinder und Eltern haben grundsätzlich und immer ein Beschwerderecht                                    Wir gehen jeder Beschwerde nach                                                                                            Wer sich bei uns beschwert, macht uns ein Kommunikationsangebot

Zu 2. Unser Gesprächsverhalten:                                                                                       Aufmerksames und interessiertes Zuhören                                                                            Genaues Nachfragen                                                                                                             Emotionen vor Inhalt, erst nach dem „Dampfablassen“ sich den gemeinsamen Sachinformationen stellen                                                                                                                                 Beschwerde nicht als persönlichen Angriff sehen                                                                        Keine Bewertung der Äußerungen des Gegenübers

Zu 3. Angemessenes Verfahren der Beschwerdebehandlung                                                   Erstellen eines Beschwerdeprotokolls (s. mitgeltendes Dokument: Beschwerdeprotokoll 1a)  Erstellen einer Beschwerdedokumentation(s. mitgeltendes Dokument: Beschwerdedokumentation 1b)                                                                                                                                          Problem-Analyse-Schema(Teamsitzung)

Der Umgang mit Beschwerden steht in direktem Zusammenhang mit der Qualität der Teamarbeit. Innerhalb eines Teams gibt es immer wieder vielschichtige Konflikte. Zwischen der internen Beschwerdekultur eines Teams und dem externen Umgang mit Eltern besteht ein enger Zusammenhang. Wenn ein Team sich im Inneren nicht fehlerfreundlich verhält, findet es auch keine Wege damit umzugehen. Die Leiterin ist Vorbild im Umgang mit Kritik, Beschwerden und Konflikten. Sie sollte ihre Mitarbeiter/innen ermutigen, offen über ihre Fehler zu sprechen und nach Lösungen zu suchen.