Unsere Einrichtung                                                              
1968 wurde der Kindergarten von dem damaligen Gemeindepfarrer Wolf Meydam (1958-1979) gegründet. Dies geschah im Zuge der Erschließung des damaligen Neubaugebietes Sonnenschein. Anfangs gab es allerdings noch kein eigenes Kindergartengebäude, die Kindergartenarbeit fand vormittags in 2 Sälen des Gemeindehauses statt. Am Nachmittag wurden die Säle für die Gemeinde – und Jugendarbeit gebraucht.
1972 entstand dann am heutigen Standort der Kindergarten. Pfarrer Meydam finanzierte den 100.00 DM - Bau aus Spenden der Gemeindemitglieder .Der Kindergarten nahm seinen 2 Schicht Betrieb wie folgt auf: Am Vormittag spielten in 3 Gruppen je 25 Kinder und am Nachmittag in 2 anderen Gruppen je 25 Kinder. Insgesamt hatten so 125 Kinder einen Ort wo sie täglich, zwar zu unterschiedlichen Zeiten, spielten und Lernerfahrungen machten.


Erst 1980 wurde der Betrieb des Kindergarten umgestellt: 3 Gruppen mit je 25 Kindern. Jetzt bestand die Möglichkeit für 75 Kinder den Kindergarten am Vor – und Nachmittag zu besuchen.
Nicht nur strukturelle Änderungen (z. B. die Öffnungszeiten, Veränderungen der buchbaren Betreuungszeiten, Einrichtung der Über – Mittag - Betreuung) veränderten das Bild des Kindergartens. Ebenso wuchs der Anteil der Familien mit Migrationshintergrund in unserem Einzugsbereich auf mittlerweile mehr als 50 % der Kinder unserer Einrichtung. Unser Einzugsbereich lehnt sich an das Gebiet der Gemeinschaftsgrundschule Crengeldanzschule an. Diese „Begrenzungen“ haben sich durch die freie Schulwahl 2008 aufgehoben. Innerhalb des Stadtgebietes war es aber schon immer möglich, einen Kindergartenplatz zu belegen bei entsprechend freien Plätzen.


Im Rahmen einer Fusion der Kirchengemeinden Heven, Standort Steinhügel und den beiden Christuskirchen – Gemeindebereichen Oberkrone, Sandstrasse und Creative Kirche wurden diese Bereiche verknüpft zur ev. Trinitatis – Kirchengemeinde Witten.
Heute wird der Kindergarten betreut durch die Pfarrer Johannes Ditthardt und Christian Uhlstein.
Im Sommer 2007 gründete sich der Verbund der evangelischen Tageseinrichtungen im Kirchenkreis Hattingen/Witten. In diesen Verbund wechselten auch die Mitarbeiterinnen unserer Einrichtung. Die Vorsitzenden des Leitungsgremiums und somit unsere direkten Vorgesetzten sind: Pfarrer Martin Treichel und Pfarrerin Birgit Crone.
Im Frühjahr 2014 bestand der Bedarf für eine weitere Gruppe in unserem Kindergarten.

Heute besteht unsere Einrichtung aus 4 Gruppen mit insgesamt 81 Kindern.

38 Kinder haben einen 45 Stunden – Platz, 43 Kinder einen 35 Stunden – Platz. 6 Kinder im Alter von 2 Jahren sind auch Bestandteil der sich verändernden Prozesse im Kindergarten von heute. In unserer Kindertageseinrichtungen haben wir 3 Gruppen mit dem Gruppentyp III (3 – 6 Jahre) und 1 Gruppe mit dem Gruppentyp I (2-6 Jahre).


Hiermit kommen wir den Bedürfnissen der berufstätigen Eltern ein Stück weit entgegen und auch diese Eltern haben die Gewissheit, dass ihre Kinder in einer vertrauten Atmosphäre gut betreut werden. In Klein- Gruppen wird ein gemeinsames warmes Mittagessen im Ess – Raum oder Kindercafé eingenommen. In den Gruppenräumen erhalten die 35 Stunden Kinder einen Snack. Und die Kinder die Schlaf benötigen, bekommen diesen in unserem Schlafraum im Keller. Die Eltern teilen uns den Bedarf der Kinder zum Schlafen vorher mit.

Seit 1997 arbeitet unsere Einrichtung auch integrativ, was bedeutet, dass Kinder mit und ohne Behinderung/ Verhaltensauffälligkeiten in den „normalen“ Lebensbereich Kindergarten eingegliedert werden können. Dies sollte auch Wohnort nah geschehen, damit die Kinder in ihrem gewohnten Umfeld aufwachsen können.
Das Kindergartenteam hat eine interne klare Grundsatzentscheidung für eine längerfristige integrative Kindergartenarbeit getroffen. Diese Entscheidung wird von allen Kindergarten – Mitarbeiterinnen getragen, auch von denen, die nicht unmittelbar in einer integrativen Kindergartengruppe arbeiten. Jedoch haben wir zurzeit kein anerkanntes Kind in der Betreuung.
Unser integrativ arbeitender Kindergarten soll ein Ort sein, an dem Gemeinschaft und Solidarität gepflegt und gelebt wird. In der Gemeinschaft erfahren die Kinder die Andersartigkeit als Lebensmöglichkeit und Bereicherung. Integration strebt eine Umorientierung von überbetontem Leistungs- und Konkurrenzdenken an, in Richtung einer gemeinsamen Bewältigung anstehender Aufgaben. Im Vordergrund stehen die Möglichkeiten und Kompetenzen der Kinder – nicht deren Defizite. Gemeinsame Erziehung findet möglichst wohnortnah statt, um den nachbarschaftlichen Kontakt aller Kinder und Eltern zu ermöglichen. Die Integration ist erfahrungsgemäß ein umfassender Prozess, der ganz bestimmte Anforderungen und Aufgaben an die Mitarbeiterinnen und die gesamte Einrichtung stellt.

Persönliche Bereitschaft, mit anderen Kolleginnen eine Integrationssituation zu begleiten, zu gestalten und zu reflektieren, regelmäßige wöchentliche Teambesprechungen.
Alle Mitarbeiterinnen des Kindergarten - Team sind für alle Kinder da: Es gibt keine „Spezial- Erzieherin“, die prinzipiell für die Kinder mit besonderen Bedürfnissen zuständig ist.
Aufgabe des Kindergarten - Teams ist die Realisierung des gemeinsamen Alltags und des Gruppenlebens entsprechend der individuellen Möglichkeiten der Kinder.
Seit April 2012 nehmen wir am Bundesprogramm „Frühe Chancen“ teil und sind Schwerpunkt Kita für Sprache & Integration. Das Projekt stellt bis Dezember 2014 die finanziellen Mittel zur Verfügung für eine zusätzliche Fachkraft, welche die alltagsintegrierte Sprachförderung in den Kindergartenalltag weiterhin vertiefen und ausbauen soll. Des Weiteren hat das Team sich auf den Weg gemacht Konsulations - Kindergarten für Sprachförderung zu werden und hat im Jahr 2013/2014 mit einer Multiplikatorin des Deutschen Jugendinstitut München (DJI) 3 ganztägige Qualifizierungstage durchführt. Seit März 2014 ist der Kindergarten zertifizierter Konsulations - Kindergarten für Sprache & Integration.